Viele der Software-Funktionen sprengen den Rahmen des Chemieunterrichts an allgemeinbildenden Schulen, aber zum großen Teil können sie auch dort gewinnbringend genutzt werden. Dieses Freeware-Programm von Jens Schulz kann für sich in Anspruch nehmen, manch teurer Profi-Software überlegen zu sein. Auch die Vielzahl an Themen, die bedient wird, ist beeindruckend:
und vieles mehr ist hier vertreten. An ausgewählten Beispielen macht dieser Artikel sichtbar, wie SchülerInnen und LehrerInnen von Laborant Chemstation profitieren können. Und nicht zuletzt: Auch MathematiklehrerInnen sollten einmal einen Blick auf dieses Programm werfen!
So lautet die Empfehlung - nicht nur, weil es sich um Freeware handelt. SchülerInnen und LehrerInnen sollten sowohl in der Schule als auch zuhause mit diesem Programm arbeiten können. Ein PC mit Beamer im Chemieraum (Stichwort Titrationskurven!) wäre ebenfalls von großem Vorteil. Wer ältere Windows-Programme (zum Beispiel "Winfunktion") auf seinem Rechner installiert hat und kein Computerprofi ist, muss bei Problemen nach der Chemstation-Installation (Windows-Version) allerdings die Hilfe von Fachleuten in Anspruch nehmen: Es könnte sein, dass dll-Dateien umbenannt oder verschoben werden müssen. Näheres steht in der Fehler-Datei des Programms. Ärgerlich und zeitraubend - aber (für den Fachmann!) kein Problem.
Die getestete Windows-Version wird nicht weiterentwickelt, dafür gibt es vorraussichtlich ab Mitte 2003 eine neue Version unter Linux: KLaborant Chemstation. Im Gegensatz zur Windows-Version wird KLaborant Chemstation vollständig im Quelltext verfügbar und somit eine Fortentwicklung auf breiter Basis möglich sein. Für die EDV-Administratoren der Schule ist auch eine Linux-Installation in aller Regel machbar (viele Netzwerke laufen bereits unter Linux).
Manfred Amann unterrichtet Chemie und Physik an einer beruflichen Schulen in Baden-Württemberg. Er ist Autor des Buches "Chemie für Kids" (bhv-Verlag) und Administrator der Schulchemie-Website.