Redaktion
22.09.2008

3. Fachtagung "Naturwissenschaften entdecken!"

Fast 200 Besucher nahmen an der 3. Fachtagung "Naturwissenschaften entdecken!" teil, die Schulen ans Netz in Kooperation mit dem Geographischen Institut der Universität Bonn und dem Ministerium für Schule und Weiterbildung durchführte.
 

"Ein Heimspiel für Schulen ans Netz" - so kommentierte Schulen-ans-Netz-Geschäftsführer Michael Schopen in seiner Begrüßung augenzwinkernd den Veranstaltungsort an der Universität Bonn. In den Räumen des Geographischen Instituts trafen sich auf Einladung von Schulen ans Netz Fachdidaktiker und Lehrkräfte aus dem ganzen Bundesgebiet zum Austausch und zur Diskussion. Im Rahmen von Vorträgen und Workshops wurden Materialien und Werkzeuge für einen mediengestützten Unterricht in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern vorgestellt. Die Fachtagung war zugleich ein Beitrag zur Aktionswoche der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" vom 19. bis 28. September.

 

Nachwuchsförderung

Rudolf Leisen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung betonte in seinem Grußwort die großen Herausforderungen, die sich künftig dem Arbeitsmarkt stellen. "Wir haben es mit einem wachsenden Bedarf an Fachkräften zu tun, gerade im Bereich Technik und Naturwissenschaften." Nicht nur in Wissenschaft und Lehre, sondern auch in wissensintensiven Bereichen der Dienstleistungsgesellschaft gebe es einen großen Bedarf an naturwissenschaftlichem Nachwuchs. "Die Beschäftigung mit Technik kann nicht früh genug beginnen", unterstrich Leisen. Renate Acht vom NRW-Schulministerium hob in ihrer Rede den Aspekt der Mediennutzung hervor: "Kinder wachsen heute ganz selbstverständlich mit Computer und Internet auf. Daher begrüßen wir die Bemühungen, die digitalen Medien für Lernprozesse gerade im naturwissenschaftlichen Bereich noch stärker zu nutzen."

Jahr der Astronomie 2009

Bedeutende Entdeckungen vor 400 Jahren
Dr. Michael Geffert von der Universität Bonn stellte in seinem Impulsreferat die vielfältigen Aktionen des "Internationalen Astronomie-Jahres 2009" vor. "Vor 400 Jahren wagte Galilei die erste Himmelsbeobachtung", erläuterte Geffert die Jahreszahl 2009. Mit dem Fernrohr habe Galilei nicht nur die Jupitermonde, sondern auch so bedeutende Phänomene wie die Sonnenflecken und die Milchstraße entdeckt. Ein anderer wichtiger Vertreter der Astronomie, nämlich Johannes Kepler, habe im Jahre 1609 das Fundament für das heutige heliozentrische Weltbild gelegt.

Den Himmel entdecken
Mit vielfältigen Aktionen und Aktivitäten soll im "Jahr der Astronomie" das Interesse an der Himmelserforschung geweckt werden. Mit der bundesweiten Veranstaltung "100 Stunden Astronomie" (2.-5. April 2009) sind Schulen, aber auch Familien aufgefordert, den Blick ‚gen Himmel' zu richten und sich die Welt der Sterne zu erschließen. Geffert betonte in seinem Vortrag, dass es keineswegs immer der Technik bedarf, um interessante Beobachtungen am Firmament zu machen: "Auch ohne Fernglas gilt es viel zu entdecken!" Seine Zuhörer ermunterte der Astronom, der häufig an Grundschulen jungen Sternenguckern die Freude am Fach vermittelt, sich mit weiteren Aktionen an dem "Jahr der Astronomie" zu beteiligen.

Satellitenbilder und "nanoTruck" begeisterte Lehrkräfte und Schüler

Dass die digitalen Medien das Interesse an naturwissenschaftlichen Phänomenen nachhaltig stärken können, zeigte beispielsweise der Workshop "Satellitenbilder im Unterricht" auf. Mit beliebten Tools wie Google Earth erkunden Schüler tagtäglich die faszinierenden Seiten der Fernerkundung. In Fächern wie Physik und Erdkunde können Lehrkräfte von dieser Begeisterung für digital erzeugte Bilder profitieren. Auch die Beschäftigung mit der Wissenschaft vom "Kleinsten" kann Schülerinnen und Schüler in den Bann schlagen: Im Rahmen der Fachtagung machte der mobile "nanoTruck" Station in Bonn, nämlich auf dem Schulhof des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums, und bot Lehrkräften und Lernenden spannende Einblicke in die Nanotechnologie, die beispielsweise in den Bereichen Medizin, Lichttechnik, Bauwesen, Information und Verkehr Einzug halten. Die Macher des "nanoTrucks" zeigten sich erstaunt über den großen Zuspruch selbst der jüngeren Schülerinnen und Schüler: Als während eines Vortrags die Türen des riesigen Fahrzeugs geschlossen waren, klopften Sechstklässler voller Ungeduld an und baten um Einlass!

Anregender Abschluss

Zum Abschluss der Fachtagung wurde auch über Bildungsfragen angeregt diskutiert: Der Filmemacher Paul Schwarz lieferte mit seiner viel beachteten Doku "Wissen der Zukunft - Wie Bildungsarbeit weltweit gelingt" die Stichworte für eine Debatte, in der es vor allem darum ging, welche Impulse für einen zeitgemäßen naturwissenschaftlichen Unterricht internationale Vergleichsstudien wie PISA & Co liefern können.

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  • Naturwissenschaften entdecken wurde von 2005 bis 2011 vom BMBF gefördert.
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