"Oh nein!", ruft Professor Girlitz, "Wer hat denn das Fenster aufgelassen?" Und schon segelt das mühevoll erstellte Manuskript für sein Vogelbuch zum Fenster hinaus. So beginnt das prämierte interaktive Lernspiel, das die beiden Schweizer Schüler Tobias Meyer und Michael Uhmeier für Kinder ab acht Jahren entwickelt haben. Die Aufgabe der Spielerinnen und Spieler ist es, dem zerstreuten Professor bei der Fertigstellung seines Vogelbuchs zu helfen. Dazu müssen die Kinder viele kniffelige Aufgaben lösen und lernen dabei auf spielerische Art verschiedene Vogelarten, sowie deren Eigenschaften und Lebensweise kennen.
Aber nicht nur Tobias Meyer und Michael Uhmeier gewannen den Jugendsoftwarepreis 2009 mit ihrer Lernsoftware "Das rote Vogelbuch". Auch Kevin Röhl und Henrik Dransfeld (Essen, Nordrhein-Westfalen) mit "Energenius", Prisca und Thekla Hamm (Aachen, Nordrhein-Westfalen) mit "Fafi - Faszinierende Finsternisse", Mona Burkhart und Karla Henrich (Speyer, Rheinland-Pfalz) mit "Horse-Power" wurden ebenso mit dem Jugendsoftwarepreis 2009 ausgezeichnet. Einen Sonderpreis für beispielhafte Projektarbeit in der Gruppe erhält die Multimedia AG der Grund- und Hauptschule Wendelsheim gemeinsam mit einer Schülergruppe der Hauptschule Innenstadt Tübingen (Baden-Württemberg) für "Rechensport - Ein multimediales Kopfrechenprogramm". Die fünf ausgezeichneten Beiträge werden - wie schon in den letzten Jahren - von den Preisträgerinnen und Preisträgern ausführlich bei Lehrer-Online vorgestellt.
Die Preisverleihung fand in diesem Jahr in Heidelberg in der Media Print Academy statt, die von einem riesigen "Pferde-Drachen-Dino" aus Metall vor der Tür bewacht wird. Die mehr als 270 Gäste fanden kaum Platz in dem Hörsaal, der von außen einem roten Blutkörperchen ähnelt. Die Preisträgerinnen und Preisträger standen nahezu durchgehend in einem Blitzlichgewitter, wurden gefilmt und interviewt. Mit dem Jugendsoftwarepreis werden seit dem Jahr 2001 herausragende, von Schülerinnen und Schülern entwickelte Präsentationen ausgezeichnet, die Kindern und Jugendlichen Erkenntnisse und Experimente aus den Naturwissenschaften oder der Mathematik besonders anschaulich, verständlich und interessant vermitteln. Um den Preis bewerben sich jährlich Lernende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er ist mit je 1.000 Euro pro Gewinnnerbeitrag dotiert.
Doreen Dyckerhoff ist 15 Jahre alt und absolviert ein Schulpraktikum bei Schulen ans Netz e.V. Im Jahr 2008 wurde sie mit dem Jugendsoftwarepreis für die Biologiesoftware Das ist gut zu wissen! ausgezeichnet.